Ausfallsicher Seite 3

In einem Hubpodest fallen bei einem Seilbruch acht ROBA-linearstop Sicherheitsbremsen gleichzeitig ein und bremsen die gesamte Anlage innerhalb von 35 ms zuverlässig ab.

Die meisten anderen Federdruckbremsen der bewährten Produktfamilie ROBA-stop von mayr Antriebstechnik lüften elektromagnetisch. Dass bei der Linearbremse hydraulische beziehungsweise pneumatische Betätigung gewählt wurde, hat mehrere Gründe. Zum einen lassen sich bei gleichem Bauraum Bremskräfte erzielen, die deutlich höher sind als bei elektromagnetisch betätigten Bremsen. Zum anderen ist in den meisten Maschinen und Anlagen, in denen die ROBA-linearstop zum Einsatz kommen kann, Ölhydraulik oder Druckluft bereits vorhanden. Es entsteht also kein zusätzlicher Aufwand für die Bereitstellung der Energie. Die ROBA-linearstop erfüllt in erster Linie die Funktion einer spielfreien Haltebremse. Sie bremst den Schlitten aber auch aus der Bewegung ab, zum Beispiel nach einer schwerkraftbedingten Beschleunigung bei Stromausfall oder NOT-AUS.

Technik im Detail:

Hydraulische ROBA-linearstop Sicherheitsbremsen gibt es in drei Größen mit 10, 20 und 30 kN Haltekraft, die drei Größen der pneumatischen Variante haben Haltekräfte von 500, 2500 und 6000 N. Beide Baureihen sind im energielosen Zustand federbelastet geschlossen. Die Höhe der Bremskraft kann über die Vorspannung der Federn eingestellt werden. Schreibt der Kunde keine bestimmte Einstellung vor, werden die Bremsen im Werk auf die maximale Kraft eingestellt. Die Ansteuerung der Bremsen erfolgt über ein elektrisch  geschaltetes 3/2-Wegeventil. Ummöglichst kurze Einfallzeiten zu erreichen, sollte die Rückflussleitung bei der hydraulischen Ansteuerung einen möglichst großen Querschnitt haben. Außerdem sollten in diesem Bereich keine Drossel-Ventile eingebaut sein und die Leitungen zwischen Bremse und Ventil möglichst kurz gehalten werden. Bei der pneumatischen Variante empfiehlt sich zur Minimierung der Bremseneinfallzeit die Verwendung eines Schnellentlüftungsventils.

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