Innovatives Bremsenkonzept

Großes Optimierungspotential bei Sicherheitsbremsen

Auf der Hannover Messe hat mayr Antriebstechnik ein neues Bremsenkonzept vorgestellt. Grundgedanke dabei ist es, Sicherheitsbremsen nach ganz unter schiedlichen Gesichtspunkten zu optimieren und auf die Bedürfnisse der jeweiligen Applikation gezielt anzupassen. So betrachtet haben heutige Allround-Bremsen noch erhebliches Optimierungspotential.

Durch die Kombination einer bauraum-, magnetflussund, leistungsoptimierten Sicherheitsbremse mit einem exakt abgestimmten Ansteuermodul entstand ein neues Bremsenkonzept mit auffallend positiven Eigenschaften.

Begonnen hat alles mit der Idee, eine elektromagnetisch lüftende Sicherheitsbremse mit minimalem Energieverbrauch zu entwickeln. Konstruktive Gestaltung und Magnetfluss werden schon geraume Zeit mit modernen Konstruktionswerkzeugen und FEM-Berechnungsverfahren optimiert. Dennoch steckt in solchen Bremsen noch erhebliches Energie-Einsparpotential, wenn man Bremse und Ansteuerung als Einheit betrachtet. Beide Komponenten müssen optimal aufeinander abgestimmt sein.

Übliche Gleichrichter sind dafür nicht geeignet. Bei ihnen stehen Netz-Wechselspannung und gleichgerichtete Spannung immer in einem festen Verhältnis zueinander. Deshalb wurde eine neue elektronische  Beschaltungseinheit für den Elektromagneten der Bremse entwickelt. Sie enthält einen speziellen Gleichrichter mit ungewöhnlicher Besonderheit. Er gibt unabhängig von Höhe und Frequenz der Netzspannung immer eine konstante Gleichspannung aus. Eigentlich sind es zwei Spannungen. Beim Einschalten bestromt die Elektronik die Bremse kurzzeitig mit einer hohen Spannung. In dieser Phase ist eine hohe Magnetkraft erforderlich, um den Anker über einen Luftspalt anzuziehen. Liegt der Anker am Magnetkörper an, reicht eine wesentlich kleinere Magnetkraft aus, um die Bremse offen zu halten. Deshalb kann jetzt die Spannung deutlich abgesenkt werden. Auf diesem Verhalten basiert der größte Teil des Energie-Einsparpotentials. Spannungsverhältnisse zwischen Lüften und Halten von bis zu 4:1 sind möglich. Senkt man die Spannung nach dem Lüften der Bremse auf ein Viertel des Wertes ab, reduziert sich die Spulenleistung und damit auch der Energieverbrauch auf 6,25 Prozent. Die optimale Beschaltung bietet also enormes Optimierungspotential. Bei konventionell betriebenen Bremsen wird die Spannung dagegen meistens nicht verändert und eine große Menge Energie unnötig verschwendet.

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