Wichtiger denn je

Zuverlässigen Überlastschutz bieten nur mechanische Sicherheitskupplungen

Die Entwicklung der formschlüssigen, drehmomentbegrenzenden Sicherheitskupplungen war in den letzten 40 Jahren geprägt vom technischen Fortschritt der elektrischen Antriebe. Forderungen nach höherer Leistungsdichte, Dynamik und Geschwindigkeit veränderten die konstruktive Gestaltung und führten zu einer großen Variantenvielfalt. Sicherheitskupplungen sind zum Schutz vor teuren Überlastschäden in modernen Antriebsachsen wichtiger denn je. Die heute in Maschinensteuerungen integrierten Schutzfunktionen sind eine sinnvolle Ergänzung zur mechanischen Sicherheitskupplung, aber kein Ersatz.

In den Anfängen der elektrischen Antriebstechnik wurden Drehzahl und Drehmoment sehr häufig über Flachriemen übertragen. Die reibschlüssige Leistungsübertragung sorgte schon per se dafür, dass sich die Höhe des Drehmomentes in Grenzen hielt. Bei einer Blockierung rutschte der Flachriemen durch und verhinderte so einen unkontrollierten Anstieg des Momentes. Zudem waren die Produktionsgeschwindigkeiten noch eher gemächlich und dieAnlagen reichlich dimensioniert. Wenn drehmomentbegrenzende Kupplungen eingesetzt wurden, dann waren das reibschlüssige Rutschkupplungen. Die heute gängigen, formschlüssigen mechanischen Sicherheitskupplungen waren mangels Bedarf noch nicht im Rennen. Ihre erfolgreiche Ära begann vor etwa 45 Jahren.

Vor mehr als 40 Jahren brachte mayr Antriebstechnik die ersten elektrisch abschaltenden Sicherheitskupplungen (EAS ) auf den Markt.

Das Mauerstettener Unternehmen mayr Antriebstechnik hat sich seit seiner Gründung im Jahr 1897 der Antriebstechnik verschrieben. Anfangs waren es Transmissionen für Mühlen und Sägewerke, die von Wasserrädern angetrieben wurden. Mitte der 50er Jahre erfolgte mit der Produktion von Flach- und Keilriemenscheiben der Einstieg in die „moderne“ Antriebstechnik. Die Geburtsstunde der drehmoment- begrenzenden mayr-Sicherheitskupplungen datiert auf das Jahr 1958. Das deutsche Patentamt erteilte dem Unternehmen das erste Schutzrecht für Rutschkupplungen. Die ersten formschlüssigen EAS -Kupplungen kamen 1963 auf den Markt. Diese Sperrkörperkupplungen waren spielbehaftet.  Das Drehmoment wurde über Nuten und Klauen von der Nabe auf die Abtriebsseite übertragen, gängige Welle-Nabe-Verbindung war die Passfeder. Mit fortschreitender Entwicklung der elektrischen Antriebstechnik in Richtung höherer Drehzahlen und höherer Dynamik gewann die Forderung nach spielfreier Drehmomentübertragung an Gewicht. Als Pionier und Marktführer bei mechanischen Sicherheitskupplungen hat mayr Antriebstechnik diesen neuen Trend sehr schnell aufgegriffen und seither geprägt. 1980 wurde die erste spielfreie Sicherheitskupplung vorgestellt. Die Drehmomentübertragung übernahm eine Federstahllamelle, die wechselseitig mit Nabe und Abtriebsflansch verschraubt war. Die Passfeder als Welle-Nabe-Verbindung wurde ersetzt durch spielfreie Spannelemente.

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