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Durch die hohe Leistungsdichte konnten vier EAS-Elementekupplungen der neuen Generation in einem Walzwerk zwischen die Ausgangswellen des Kammwalzgetriebes und die Gelenkwellen, die das Getriebe mit dem Walzgerüst verbinden, integriert werden. Die vier Wellen liegen so dicht nebeneinander, das es unmöglich gewesen wäre, herkömmliche Sicherheitskupplungen aufgrund der größeren Außendurchmesser unterzubringen.

Bei der Weiterentwicklung von Sicherheitskupplungen wird die Erhöhung der Leistungsdichte und Steigerung der Drehzahl weiterhin ganz oben im Pflichtenheft stehen. Hersteller, die ihre Kupplungen umfangreichen Dauerversuchen unterzogen haben und auf jahrzehntelange Felderfahrung zurück blicken können, kennen die Leistungs- und Festigkeitsgrenzen ihrer Produkte genau. Sie sind durchaus in der Lage, auch höhere Drehmomente als heute definiert zuzulassen, ohne Abstriche bei der Sicherheit machen zu müssen. Drehmoment, Drehzahl und Lebensdauer sind Parameter, die sich gegenseitig beeinflussen. Fordert der Anwender beispielsweise nur eine geringe Lebensdauer, weil nur vereinzelt Überlastfälle auftreten, kann der Hersteller nach Rücksprache und Prüfung aller Voraussetzung ist natürlich dass alle Bauteile der höheren Belastung gewachsen sind. Ebenso kann ein höheres Drehmoment auch bei reduzierter Drehzahl zugelassen werden, unter Umständen sogar ohne Abstriche bei der Lebensdauer.

Anbieter von Servomotoren suggerieren, dass Servomotoren mit Stromregelung bereits eine kostengünstige Überlastabsicherung bieten und damit auch drehmomentbegrenzende Sicherheitskupplungen entfallen können. Das trifft nur für wenige Ausnahmen zu. In der Praxis kann eine Stromregelung nur bei Anwendungen mit wenig Dynamik und weicher Kollision als echte Alternative gesehen werden.

Diese Situation wird sich aufgrund der technischen Entwicklung im Maschinenbau in Zukunft noch weiter zu Gunsten der mechanischen Sicherheitskupplung verschieben. Die Produktionsgeschwindigkeiten steigen ständig. Zudem wird eine höhere Präzision verlangt. Das kann nur mit sehr steifen Maschinenkonstruktionen erreicht werden. Hohe Geschwindigkeit und Steifigkeit führen aber bei Anlagenstörungen zu harten Kollisionen. In solchen Fällen können nur blitzschnell trennende mechanische Sicherheitskupplungen
hohe Folgeschäden verhindern.

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