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Komplette Systemlösung
Windkraftkupplung mit integrierten Sicherheitsbremsen
Wellenkupplungen zur Verbindung von Getriebe und Generator in Windkraftanlagen bestehen in der Regel aus einer Wellenausgleichskupplung, einem drehmomentbegrenzenden Überlastschutz und einer integrierten Bremsscheibe. Abhängig von der Anlagenleistung kann das Windkraftmodul von mayr Antriebstechnik auch komplett bestückt mit elektromagnetischen Sicherheitsbremsen geliefert werden.

- Das Windkraftmodul überträgt das Drehmoment zwischen Getriebe und Generator spielfrei, gleicht Wellenversatz aus, hat integrierte Scheibenbremsen und einen integrierten Überlastschutz gegen Drehmomentstöße. Die elektrische Isolation der Zwischenhülse beugt Lagerschäden, verursacht durch Kriechströme oder Blitzschlag, vor. Zudem wurde bei der Konstruktion auf optimale Montier- und Demontierbarkeit geachtet.
Windkraftanlagen stellen hohe Anforderungen an die Verbindungskupplung zwischen Getriebe und Generator, besonders dann, wenn diese elastisch auf Gummielementen gelagert sind. Bei geforderten Laufzeiten von mindestens 20 Jahren müssen anstehende Drehmomente sicher übertragen und gleichzeitig hohe Wellenverlagerungen durch elastische Einfederung von Getriebe und Generator ausgeglichen werden. Hierbei ist soweit wie möglich auf den Einsatz wartungsintensiver Komponenten zu verzichten. Unzulässig hohe Drehmomente entstehen durch kurzzeitig auftretende Drehmomentstöße (Kurzschlussmomente). Damit es dabei im Antriebsstrang nicht zu Schäden kommt, muss im Kupplungspaket ein mechanisches Überlastelement integriert sein. Gefordert ist zudem zur Vermeidung von Kriechströmen und Stromdurchschlägen zwischen Generator und Getriebe eine elektrische Isolation. Zu Gunsten einer optimalen Montier- und Demontierbarkeit ist die Kupplungseinheit modular ausgeführt. Der modulare Aufbau macht es möglich, wahlweise eine auf die Anlage abgestimmte Bremsscheibe zu integrieren.
In der Regel sieht der Kupplungshersteller eine Bremsscheibe nach Vorgaben des Kunden vor. Aber warum nur die Bremsscheibe und nicht gleich die komplette Bremse? Diese Überlegung war bei mayr Antriebstechnik eine logische Konsequenz. Schließlich hat das Unternehmen nicht nur jahrzehntelange Erfahrung mit Sicherheitskupplungen und Wellenkupplungen, sondern blickt auch auf 40 Jahre Entwicklung, Fertigung und Applikation von elektromagnetischen Sicherheitsbremsen zurück.
Unter Hauptbremse (Primärbremse) in Windkraftanlagen versteht man die Rotorblattverstellung über die Pitch-Antriebe. Im Idealzustand reduziert die Pitch-Regelung die Rotordrehzahl auf Null, bevor die Zangenbremsen, die auf der schnell laufenden Seite an der Bremsscheibe angeordnet sind (Sekundärbremse), einfallen und das System im Stillstand halten. Bei Notstopp-Bremsungen fallen die Bremsen dagegen unterstützend bereits bei einer Generatordrehzahl von circa 500 U/min ein. Diese müssen dabei sehr hohe Reibarbeiten aufnehmen. Organische Reibbeläge, wie sie üblicherweise in federdruckbetätigten, elektromagnetischen Sicherheitsbremsen verwendet werden, halten auf Dauer diesen Belastungen nicht Stand. Bewährt haben sich dafür besonders spezifizierte Sinterbeläge, die sich durch erheblich höhere thermische Stabilität, höhere zulässige Flächenpressungen und geringeren Verschleiß auszeichnen.

