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Mauerstetten, 06.08.2026

Sicherheit für nachhaltige Energie – mayr® auf der WindEnergy 2026

mayr® Antriebstechnik zeigt smarte Lösungen für die Windkraft; Pitch- und Yaw-Bremsen bieten Sicherheit für alle Fälle
Aufbau Windkraftanlage

Erneuerbare Energie ist nötiger denn je, die Erzeugung muss aber sicher und effizient sein. Dabei stellen technische Entwicklungen und neue Normen wie die DIN EN 81-44 auch die Komponentenhersteller vor Herausforderungen. Auf der WindEnergy 2026 in Hamburg stellt mayr® Antriebstechnik anwendungsoptimierte Sicherheitsbremsen für Pitch- und Yaw-Antriebe vor, unter anderem die ROBA-stop M® Pitch-Bremse. Außerdem sind normgerechte Lösungen für Servicelifte und smartes Bremsenmonitoring zu sehen.

 

Der Trend zu erneuerbaren Energien bleibt rasant. Damit die Energieerzeugung sicher und effizient abläuft, kommen immer häufiger bewährte Technologien aus der Industrie zum Einsatz. Ein Beispiel: Servomotoren werden mehr und mehr zur Regel auch bei Yaw-Antrieben, wo sie die ungeregelten Antriebe weitgehend ersetzen. Das stellt auch die Bremssysteme vor neue Herausforderungen.

Neue Regelungen legen die Hürde noch höher. Ein aktuelles Beispiel ist die Norm EN 81-44, in der die sicherheitstechnischen Anforderungen an Konstruktion und Einbau von kraftbetriebenen Aufzügen festgelegt sind, die dauerhaft in Windenergieanlagen installiert sind. Die Regelung umfasst den sicheren Transport von Personen und Gütern sowie Rettungs- und Evakuierungsverfahren. Sicherheitsbremsen sind als integraler Bestandteil der Sicherheitsarchitektur hier besonders betroffen. Ein wichtiger Aspekt der DIN EN 81-44: Die Komponenten müssen laut Norm unter den Umgebungsbedingungen einer Windkraftanlage zuverlässig funktionieren, konkret bei Temperaturen bis -25°C. Viele Hersteller legen ihre Bremsen allerdings nur bis -20°C aus und fallen damit aus der Norm. Der Temperaturbereich von mayr® Bremsen reicht dagegen bis -40°C, für entsprechende Tests betreibt mayr® eine eigene Klimakammer.  

 

Viele Standorte, eine Qualität

mayr® Antriebstechnik hat seinen Sitz in Mauerstetten im Allgäu, Werke in Indien, China und Polen ergänzen die Fertigung im Stammhaus. In den Werken im indischen Halol und in Zhangjiagang in China zielt die Produktion vor allem auf den jeweiligen lokalen Markt ab. Daraus ergeben sich lokale Wertschöpfung, kosteneffiziente Herstellung, schneller Service weltweit und kurze Wege in den Markt vor Ort. Umfassende Kontrolle ist dabei ein zentrales Element der mayr® Qualität: Gleiche Prüfstände in den Werken gewährleisten die hohen Standards.

 

Perfekte Vielfalt – für jede Anwendung die passende Lösung

Generell bietet mayr® im Pitch-Bereich eine Vielzahl an Bremslösungen für Servomotoren. So hat mayr® Antriebstechnik neben der ROBA-stop M® Pitch-Bremse mit der ROBA® servostop® Baureihe weitere Bremslösungen im Programm, die A- oder B-seitig im Motor verbaut werden können und für Temperaturen bis 120°C ausgelegt sind. Sie überzeugen durch eine geringe Massenträgheit. Für A-seitig angeflanschte Bauformen bietet das Unternehmen Lösungen wie die ROBA® alphastop®-Bremsen. Zu beachten ist dabei, dass der Motor über eine verlängerte Welle verfügen muss, oder aber, dass das Bremssystem mit integrierter Welle konstruiert ist. Eine wichtige Eigenschaft dieser Lösungen: Wird der Motor abgebaut, beispielsweise für Wartungsarbeiten, fehlt auch die Sicherheitsbremse. Dann sind Sicherungsmaßnahmen nötig, um unerwünschte Bewegungen von Rotorblättern oder Gondel zu vermeiden. Die Lösung: Sicherheitsbremsen, wie etwa die ROBA® topstop®, die auch bei abgebautem Motor an der Anlage verbleiben und den Antriebsstrang im energielosen Zustand sicher halten. Diese modularen Systeme sind mit passgenauen Montageflanschen erhältlich und lassen sich damit flexibel in vorhandene Antriebe integrieren. Neben dem Pitch-Bereich können Anwender auch bei Yaw-Antrieben auf speziell dafür entwickelte und getestete mayr® Sicherheitsbremsen zurückgreifen.

 

Sensorlose Überwachung – Daten für intelligente Sicherheit

Mit dem ROBA® brake-checker® bietet mayr® ein Modul an, das Sicherheitsbremsen ohne zusätzliche Sensorik überwacht. Das Modul überwacht die Bewegung der Ankerscheibe und gibt den ermittelten Schaltzustand über eine Steuerklemme, den Signalausgang, aus. Das Signal bietet Anwendern einen klaren Mehrwert: Die Funktionsüberwachung ermöglicht eine frühzeitige und robuste Warnung vor dem Zustand „Bremse zieht nicht mehr an“. Dadurch wird eine planbare Wartung erleichtert und kritische Randbedingungen wie zu niedrige Versorgungsspannung, falsch dimensionierte Zuleitung sowie erhöhte Spulentemperatur und vergrößerter Luftspalt können vom Anwender gezielt untersucht werden. Der ROBA® brake-checker® ergänzt dabei die herkömmliche Verschleißüberwachung im Sinne einer zustandsorientierten Instandhaltung. Er liefert eine hohe Aussagekraft zur Schaltfunktion und ermöglicht die gezielte Suche nach Fehlerursachen wie beispielsweise erhöhter Verschleiß, steigende Spulentemperatur, sinkende Versorgungsspannung oder Spannungsabfall auf Zuleitungen der Bremse. Sicherheit und Zuverlässigkeit von Bremsen steigen, gleichzeitig lässt sich die Wartungsplanung optimieren und Stillstandzeiten vermeiden.

Über das zusätzliche Modul ROBA® gateway lässt sich die Lösung netzwerkfähig machen, um beispielsweise die erfassten Daten in bestehende Fernwartungssysteme einzubinden oder digitale Zwillinge aufzubauen.

 

mayr® Antriebstechnik auf der WindEnergy 2026 in Hamburg: Halle B5, Stand 425.

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