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Mauerstetten, 10.09.2026

Sicherheit im Rampenlicht: ROBA-stop® stage bei den Olympischen Spielen 2026

Bei großen Sportveranstaltungen geht es nicht nur um die körperliche Leistung der Athleten. Sie sind gleichzeitig Show-Events mit immenser Medienreichweite.
Sicherheit im Rampenlicht: ROBA-stop® stage bei den Olympischen Spielen 2026

Eines der aktuellen Beispiele: Die Olympischen Winterspiele 2026 in Mailand und Cortina. Die spektakuläre Eröffnungsfeier allein hat nach Einschätzung von Marktforschern mehr als 2 Milliarden Zuschauer erreicht, also rund ein Viertel der Weltbevölkerung. Ein einprägsamer Teil der Choreografie waren die olympischen Ringe, die über Publikum und Sportlern schwebten, jeder rund 600 Kilogramm schwer. Die Firma Skywalker Systems aus Oberbayern war verantwortlich für die Technik hinter der beeindruckenden Show. Sicherheitsbremsen von mayr® Antriebstechnik sorgten dafür, dass die Ringe sicher und zuverlässig in Position blieben.

 

Wenn bei der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele Hunderte Millionen Menschen weltweit zusehen und die Olympischen Ringe majestätisch durch die Arena schweben, liegt die Aufmerksamkeit auf dem Spektakel und nicht auf der Technik, die es erst möglich macht. Die Leistung der Akteure hinter den Kulissen ist trotzdem höchst beeindruckend. In diesem Fall war Skywalker Systems federführend, ein deutscher Spezialist für Bühnen- und Showtechnik, der weltweit zu den wenigen Top-Playern in diesem hochspezialisierten Segment zählt. Das Unternehmen baut und betreibt Flugwerke für Kameras, szenische Objekte und Artisten in 1D, 2D und 3D für Veranstaltungen jeder Art, vor allem für die ganz großen, spektakulären Events.

 

Drei Tonnen über den Köpfen der Welt

Für den Olympia-Auftakt ließ Skywalker die fünf Olympischen Ringe mit einem Gewicht von je rund 600 kg als Bestandteil der Choreografie über den Köpfen von Sportlern aus aller Welt und zahlreichen weiteren Akteuren schweben. Zeitgleich agierten Performer in der Luft, teils in den Ringen stehend. Die Anforderungen an die eingesetzte Technik dulden keine Abstriche: Bei absoluter Zuverlässigkeit, lückenloser Sicherheit und fehlerfreier Funktion gibt es keine Kompromisse. Für die nötige Sicherheit im Seilwindensystem vertraute Skywalker Systems auf Bremsen von mayr® Antriebstechnik, ganz konkret auf die ROBA-stop® stage.

 

Die technische Herausforderung: Bremsen mit 2 Schaltkreisen und möglichst geringe Störfallbelastung.

Bühnenbremsen müssen die Last auch dann mit ausreichender Sicherheit halten, wenn die maximale Belastung durch die Prüflast um 25 % erhöht wird. Gleichzeitig ist es wichtig, dass sie im Störfall möglichst geringe Zusatzbelastungen erzeugen. Bei klassischen Doppelbremsen, bei denen zwei Bremsen hintereinander angeordnet sind, addieren sich im Fehlerfall die Bremsmomente beider Bremskreise samt ihren Toleranzen. Dadurch können im Störfall sehr hohe Kräfte auf Seile, Tragwerke und die angehängte Last wirken. Besonders kritisch wird dies, wenn sich eine Person am Seilzug befindet, da diese Belastungen dann direkt auf den Menschen übertragen werden.

 

ROBA-stop® stage: Sicherheit durch konstruktive Intelligenz

Die ROBA-stop® stage wurde von mayr® Antriebstechnik speziell für die Anforderungen der Bühnen- und Showtechnik entwickelt. Ihr entscheidender konstruktiver Vorteil: Bei der Sicherheitsbremse wirken zwei Schaltkreise auf ein Reibsystem. Somit bietet die ROBA-stop® stage zuverlässige Funktionalität ohne Bremsmomentverdoppelung, in kompakter Bauweise. Unkontrollierte Belastungsspitzen werden so vermieden.

In der Olympia-Anwendung kommt die Bremse in der Baugröße 200 zum Einsatz. Neun Seilwinden – eine Eigenentwicklung von Skywalker Systems – bewegen die Olympischen Ringe und führen die Elemente kontrolliert durch die Arena. Die ROBA-stop® stage fungiert dabei im Normalbetrieb als sichere, flüsterleise Haltebremse. Im Notfall bremst sie die angehängte Last zuverlässig ab.

Marc Sieger, Geschäftsführer der Skywalker Systems GmbH, fasst den Grund für die Entscheidung zusammen: „Den Ausschlag für die Bremsen von mayr® gab der Mehrwert durch das Bremssystem mit 2 Schaltkreisen ohne Verdoppelung des Bremsmomentes– und trotzdem vorhandener Sicherheit für unsere Anwendung und die beteiligten Personen.“

 

Wenn Unsichtbarkeit der Beweis für Qualität ist

Während der Eröffnungsfeier funktionierte die Technik dann auch reibungslos und zuverlässig. Die ROBA-stop® stage hielt die Ringe verlässlich in Position. Marc Sieger verdeutlicht die Tragweite: „Für uns wäre bei einem solchen Ereignis, bei dem die ganze Welt zuschaut, sogar schon ein kleines Rutschen im falschen Moment eine Katastrophe. Jedes einzelne Element, von den Seilen über die Umlenkrollen bis hin zu den Bremsen muss perfekt funktionieren. Keines darf für sich einen Fehler haben, sonst führt das dazu, dass beispielsweise ein solcher Ring unaufhaltsam herunterkommt und Menschenleben gefährdet. Mit dieser Verantwortung müssen wir einfach leben. Das haben wir ein Stück weit mit mayr® gemeinsam."

 

Bernd Kees, Produktmanager bei mayr® Antriebstechnik, ergänzt: „Das Vertrauen, das Skywalker Systems in unsere Bremse gesetzt hat, ist für uns Ansporn und Maßstab zugleich. Denn wenn Sicherheit zur verlässlichen Konstante wird, entsteht der Raum für maximale Performance. Genau für solche Anwendungen – mit hohen Anforderungen an die Sicherheit bezüglich Halten der Last und gleichzeitigem Wunsch nach reduzierter Belastung beim dynamischen Bremsen im Störfall – wurde die ROBA-stop® stage entwickelt. Es freut uns sehr, dass sie sich in einer der weltweit sichtbarsten Anwendungen bewährt hat."

 

Vom Prototyp zur Olympia-Eröffnung: Entwicklung mit straffem Zeitplan

Die Zusammenarbeit zwischen mayr® Antriebstechnik und Skywalker Systems begann im August 2024. Zunächst wurden zwei Prototypen der ROBA-stop® stage in der Baugröße 200 gefertigt und im Rahmen umfangreicher Tests erprobt. Bereits im Januar 2025 konnten diese Tests erfolgreich abgeschlossen werden. Kurz darauf wurden die Bremsen für die Olympia-Seilwinden ausgeliefert und verbaut. Ein straffer Zeitplan, der die Entwickler beider Seiten herausgefordert und im besten Sinne angespornt hat. Marc Sieger, Geschäftsführer von Skywalker Systems, zieht eine klare Bilanz der Zusammenarbeit: „Bei solchen Terminen gibt es kein ‚machen wir später‘, alles muss auf den Punkt an diesem Tag funktionieren. Alles, was zählt, ist ein fehlerfreier Job in diesem einen Moment. 2 Jahre Vorbereitung auf einen 2-minütigen Einsatz. mayr® war sehr kooperativ und hat uns bei der Entwicklung optimal unterstützt. Wir waren beeindruckt von der Tiefe, in die die Experten hier gehen. Und das Ergebnis spricht für sich."

 

Vertrauen als Fundament für die Zusammenarbeit

Skywalker Systems gehört international zu den wenigen Top-Anbietern im Segment der Showtechnik für Großveranstaltungen. Dass ein Unternehmen dieser Kategorie bewusst auf den Allgäuer Bremsenspezialisten mayr® setzt, ist kein Zufall. Marc Sieger bringt es auf den Punkt: „Wir bekommen immer wieder zweifelhafte Angebote über dubiose Kanäle für Komplettsysteme zu spektakulär niedrigen Preisen. Das käme im Leben nicht in Frage. Ich brauche in meinem Geschäft Partner, denen ich vertraue und Menschen, die ich auch einfach mal anrufen kann, wenn Fragen offen sind."

Dieses Vertrauen gründet sich auf technische Substanz: durchdachte Lösungen, schnelle und partnerschaftliche Entwicklungsarbeit sowie umfangreiche Tests bereits im Werk sind bei mayr® Standard.

Quelle: Der Konstrukteur, Ausgabe 06/2026, Seite 18-20

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