ROBATIC® : Elektromagnetische, arbeitsstrombetätigte Polflächenkupplung | © mayr® Antriebstechnik

Hysteresekupplungen: Berührungslose Drehmomentübertragung

Hysteresekupplungen übertragen Drehmoment über ein magnetisches Feld ohne direkten Kontakt zwischen An- und Abtriebsseite. Sie sind so ausgelegt, dass ab einem eingestellten Grenzwert gezielt Schlupf auftritt und das Drehmoment konstant gehalten wird. Dadurch lassen sich Drehmomentspitzen vermeiden, Drehmomente präzise einstellen und gleichmäßige Drehbewegungen realisieren. 

  • Berührungslose Drehmomentübertragung auf Basis des Hystereseprinzips 
  • Einstellbares Grenzdrehmoment mit hoher Wiederholgenauigkeit 
  • Definierter Schlupfbetrieb für kontinuierliche Drehmomentübertragung 
  • Verschleißfreier Antrieb ohne Reibbeläge im Drehmomentpfad 
  • Geeignet als Kupplung oder als Bremse  

Hysteresekupplungen im Überblick

Hysteresekupplungen gehören zu den Magnetkupplungen von mayr® Antriebstechnik. Diese magnetischen Dauerschlupfkupplungen sind in verschiedenen Baugrößen und Drehmomentbereichen verfügbar. Die Produkte decken niedrige bis mittlere Drehmomente ab und sind für Dauer- oder intermittierenden Schlupfbetrieb ausgelegt, sofern die thermischen Grenzen eingehalten werden. Die Hysteresekupplungen können sowohl als Kupplung zwischen zwei Wellen als auch als Bremse, beispielsweise an Wickel- oder Spannstationen, eingesetzt werden.

ROBA® contitorque
Sicherheitskupplung
  • Lasthaltend
  • Verschleißfreie Hysteresekupplung
  • Konstantes Drehmoment
ROBA® capping head
Sicherheitskupplung
  • Spezielle Ausführung der ROBA-contitorque zum Verschließen von Flaschen

Funktionsprinzip von Hysteresekupplungen

Bei Hysteresekupplungen erzeugen Dauermagnete ein Magnetfeld, das einen Rotor aus Hysteresematerial durchdringt. Dieses Material wird permanent magnetisiert und ummagnetisiert. Durch die entstehenden Magnetkräfte wird das Drehmoment übertragen, ohne dass Reibflächen aufeinander gleiten. 

Betrieb unterhalb des Grenzdrehmoments 

Kupplung und Abtrieb laufen synchron, das eingestellte Drehmoment wird nahezu ohne Schlupf übertragen. 

Betrieb oberhalb des Grenzdrehmoments 

Überschreitet das Betriebsdrehmoment den voreingestellten Grenzwert, kommt es zu einer Relativbewegung zwischen An- und Abtriebsseite. Es stellt sich ein definierter Schlupf ein, während das Drehmoment im Wesentlichen auf dem eingestellten Wert gehalten wird. 

Thermischer Aspekt 

Die im Schlupfbetrieb entstehende Verlustleistung erwärmt die Kupplung. Diese Wärme muss an die Umgebung abgeführt werden, weshalb die zulässige Verlustleistung und der zulässige Schlupfbetrieb bei der Auslegung zwingend zu berücksichtigen sind. 

So sorgt das Hystereseprinzip für eine berührungslose Drehmomentübertragung und gewährleistet eine zuverlässige, reproduzierbare Drehmomentbegrenzung mit einem konstruktiv vorgesehenen, kontinuierlichen Schlupfbetrieb. 

Typische Einsatzbereiche von Hysteresekupplungen 

Hysteresekupplungen werden eingesetzt, wenn ein konstantes Drehmoment oder eine gleichmäßige Zugkraft im Prozessverlauf benötigt wird und gleichzeitig empfindliche Komponenten vor Überlast geschützt werden sollen. Sie verbinden definierte Drehmomentbegrenzung mit verschleißfreier, konstanter Drehmomentübertragung.

Branchen 

 

Anwendungsszenarien 

  • Bahnzugregelung beim Auf- und Abwickeln von Folien, Papier, Drähten oder Garnen 
  • Konstante Zugkraft in kontinuierlichen Produktionsprozessen 
  • Drehmomentbegrenzung in Antrieben zur mechanischen Überlastsicherung 
  • Schraubprozesse, z.B. Verschließen von Behältern mit reproduzierbarem Drehmoment 
  • Drehmomentbegrenzung in Weichenstellantrieben 
  • Bremsaufgaben, bei denen eine einstellbare Gegenlast im Dauerschlupfbetrieb benötigt wird 

Ihre Vorteile mit Hysteresekupplungen von mayr Antriebstechnik 

In vielen Anwendungen muss ein bestimmtes Drehmoment sicher eingehalten werden – sei es, um Produkte mit definierter Kraft zu verschließen, Bahnspannungen konstant zu halten oder Antriebe vor Überlast zu schützen. Reibschlüssige Lösungen sind hier oftmals verschleißanfällig und verändern ihr Verhalten im Laufe der Betriebszeit. 

Hysteresekupplungen von mayr® liefern ein reproduzierbares Drehmoment, das über eine Skala oder Einstellfunktion definiert und bei Überlast durch Schlupf konstant gehalten wird. Die Drehmomentübertragung erfolgt magnetisch und berührungslos, wodurch kein Abrieb oder Verschleiß beispielsweise an Reibbelägen entsteht. Das reduziert den Wartungsaufwand und sorgt dafür, dass sich das eingestellte Verhalten langfristig stabil im Prozess wiederfindet. Durch die kompakte Bauform, das geringe Massenträgheitsmoment und die Möglichkeit der Nutzung als Kupplung oder Bremse eignen sich die Lösungen für eine Vielzahl von Maschinenkonzepten.

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FAQ - Häufig gestellte Frage zu Hystereskupplungen

Hysteresekupplungen sind erste Wahl, wenn ein bestimmtes Drehmoment dauerhaft eingehalten oder eine Zugkraft geregelt werden soll, ohne mechanische Bauteile im Kraftfluss zu verschleißen. Typische Beispiele sind: 

  • Konstantzugregelung an Wickelstationen 
  • Drehmomentbegrenzung in empfindlichen Antrieben 
  • Verschrauben von Verschlüssen, bei denen ein definiertes Anzugsmoment benötigt wird 

In diesen Anwendungen sorgt die Kupplung für definierte Betriebszustände und schützt gleichzeitig die Anlage. 

Da das Drehmoment magnetisch und damit ohne gleitende Reibflächen übertragen wird, fallen bei Hysteresekupplungen keine typischen Verschleißerscheinungen reibschlüssiger Kupplungen an. Bei korrekter Auslegung in Bezug auf Grenzdrehmoment und Verlustleistung arbeiten die Kupplungen im Allgemeinen wartungsfrei. Regelmäßige Sichtprüfungen des Einbaus und der Umgebung sollten dennoch Teil des allgemeinen Wartungskonzeptes der Maschine sein. 

Der Schlupf ist integrale Eigenschaft des Systems. Sobald das eingestellte Grenzdrehmoment erreicht ist, entsteht zwischen Antriebs- und Abtriebsseite eine definierte Relativdrehzahl. Diese Relativbewegung ist die Voraussetzung dafür, dass das Drehmoment auf einem konstanten Niveau gehalten und die überschüssige Energie in Form von Wärme abgeführt werden kann. Damit stellt der Schlupf sicher, dass das System nicht unzulässig überlastet wird und Drehmomente zuverlässig begrenzt bleiben. 

Kommt es zu Abweichungen vom erwarteten Drehmoment, zu stark erhöhter Oberflächentemperatur oder zu ungewöhnlichen Geräusch- und Schwingungserscheinungen im Betrieb, kann dies auf eine fehlerhafte Auslegung, eine thermische Überlast oder mechanische Beschädigungen hinweisen. Auch starke Stoßbelastungen oder der Kontakt mit ferromagnetischen Partikeln können die Funktion beeinträchtigen. In solchen Fällen sollte der Betrieb überprüft, die thermische Auslegung kontrolliert und die Kupplung gegebenenfalls von qualifiziertem Personal geprüft werden. 

Das Grenzdrehmoment wird durch die Auslegung der Kupplung und die eingestellte Position des Einstellmechanismus festgelegt. Innerhalb der spezifizierten Betriebsgrenzen bleibt dieses Drehmoment weitgehend konstant. Fertigungs- und Temperatureinflüsse sowie hohe Schlupfdrehzahlen können das Verhalten beeinflussen, sind aber in den technischen Unterlagen und Auslegungsrichtlinien berücksichtigt. Für Anwendungen mit besonders engen Toleranzen empfiehlt sich eine Auslegung in Abstimmung mit den Fachleuten von mayr®. 

Elektromagnetkupplungen erzeugen das Magnetfeld, das ihrer Funktion zu Grunde liegt, mittels einer bestromten Spule. Sie werden zumeist aktiv geschaltet. Hysteresekupplungen arbeiten mit Dauermagneten und einem Hystereserotor. Die Drehmomentübertragung ist permanent vorhanden, das Drehmoment wird durch konstruktive Auslegung und eine mechanische Einstellung definiert. Sobald das System in Überlast gerät, regelt die Kupplung über Schlupf auf den eingestellten Drehmomentwert ein, ohne aktiv geschaltet zu werden. 

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