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Mauerstetten, 03.06.2015

Bodenschätze aus dem Outback Westaustraliens

Sicherheitskupplungen und -bremsen von mayr® Antriebstechnik sorgen in Bergbaumaschinen für zuverlässigen Schutz.

Sicherheitskupplungen und -bremsen von mayr® Antriebstechnik sorgen in Bergbaumaschinen für zuverlässigen Schutz.

In Australien werden jährlich mehrere Millionen Tonnen Eisenerz abgebaut und verschifft. Für den Abtransport des Rohstoffs kommen in der Hafenanlage Cape Lambert schwere Bergbaumaschinen zum Einsatz. Diese sind mit robusten Sicherheitsbremsen und -kupplungen von mayr® Antriebstechnik ausgestattet, die in den Antrieben für sicheren Halt und zuverlässigen Überlastschutz sorgen.

Die Pilbara-Region, die sich im Westen Australiens über mehr als 500.000 Quadratkilometer erstreckt, ist geprägt von imposanten Natur- und Landschaftsformen. Dort, im sogenannten Maschinenraum Australiens, liegen die größten Eisenerzvorkommen der Erde. In den Mienen im Landesinneren wird das Eisenerz – jährlich mehrere Millionen Tonnen – abgebaut und über eigene Eisenbahnlinien zu den Häfen abtransportiert, von wo es verschifft wird. In Cape Lambert, einer solchen Hafenanlage, sorgen Sicherheitsbremsen und -kupplungen von mayr® Antriebstechnik für den zuverlässigen Schutz und reibungslosen Betrieb der riesigen Bergbaumaschinen, die für den Transport des Eisenerzes zum Einsatz kommen.

Zuverlässiger Halt

Wenn die Züge aus den Bergwerken der Pilbara-Region in Cape Lambert ankommen, kippen sogenannte Car dumpers oder Kreiselkipper das Eisenerz aus den Wagons auf Förderbänder. Diese transportieren das Erz weiter zu Schüttgeräten, die es, je nach Qualität, mit ihren Schwenkarmen auf verschiedene Halden verteilen. In den Fahrantrieben dieser Haldenschüttgeräte, die wie Züge auf Schienen fahren, sind ROBA-stop®-M Sicherheitsbremsen der Größe 100 von mayr® Antriebstechnik verbaut. Die elektromagnetischen Federdruckbremsen arbeiten nach dem Fail-Safe-Prinzip, d. h. sie sind im stromlosen Zustand durch Federkraft geschlossen. Wird der Strom eingeschaltet, baut sich ein Magnetfeld auf, das die Bremse lüftet und offenhält. Unter normalen Betriebsbedingungen wird bei den Haldenschüttgeräten die Drehzahl der Antriebsmotoren in den Fahrwerken zuerst durch elektrische Regelung bis zu einem sehr geringen Wert oder bis zum Stillstand reduziert bevor die Bremsen einfallen. Sie haben in diesem Fall reine Haltefunktion und sorgen dafür, dass die Maschinen sicher in Position bleiben. Aber auch bei Fehlerzuständen wie Stromausfall oder Not-Aus ist auf die ROBA-stop®-M-Bremsen Verlass: Sie bringen das Gerät innerhalb kürzester Zeit zuverlässig zum Stillstand. Und auch bei einer Beschädigung der Bremse, verursacht beispielsweise durch Kabelbruch oder Ausfall der Magnetspule, bleibt das Bremsmoment erhalten.

Kompakt und funktionssicher

Die ROBA-stop®-M Bremsen gewährleisten volle Betriebssicherheit und zeichnen sich durch eine geschlossene, abgedichtete Bauform und die damit verbundene hohe Schutzart IP 65 aus. Ausgelegt für eine Einschaltdauer von 100 Prozent sind die Bremsen wartungsfrei auf Lebensdauer der Reibbeläge. Ihr kompakter und funktionssicherer Aufbau ermöglicht eine schnelle und kostengünstige Montage. Durch den konstruktiv vorgegebenen, geprüften und unveränderbaren Arbeitsluftspalt werden zudem Montage- und Einstellfehler vermieden. Die variable Federbestückung für verschiedene Drehmomente macht die Sicherheitsbremsen darüber hinaus besonders flexibel.

Von der Halde zum Schiff

In der Hafenanlage Cape Lambert nehmen Schaufelradbagger das Eisenerz von den aufgeschütteten Halden auf und transportieren es wiederum über Förderbänder weiter zu den Schiffsladern an den Hafenbecken. Diese beladen dann mit ihren Schwenkarmen die anliegenden Schiffe. Die Schwenkantriebe, die die Arme der Schiffslader drehen, bestehen aus einem mehrstufigen Getriebe und dem Motor, der über dem Getriebe sitzt. Unten an dem Getriebe befindet sich ein Ritzel, das in den Zahnkranz eingreift, über den der Schwenkarm gedreht wird. Um die Antriebe vor teuren Überlastschäden zu schützen, sind zwischen Motor und Getriebe EAS®-compact® Sicherheitskupplungen von mayr® Antriebstechnik eingebaut. Diese robusten Kupplungen begrenzen Drehmomentstöße während der Verladung des Eisenerzes. So schützen sie die Anlage zuverlässig bei Blockierungen, die z.B. dadurch verursacht werden, dass der Ausleger beim Schwenken gegen einen Widerstand fährt.

Exakte Drehmomentbegrenzung

Die EAS®-compact® Sicherheitskupplungen im Schiffslader haben einen Drehmomentbereich von 140 bis 350 Nm. Sie übertragen das Drehmoment spielfrei und gewährleisten so eine hohe Lebensdauer und geringen Verschleiß. Die lasttrennenden Überlastkupplungen arbeiten formschlüssig und rasten aus, sobald das eingestellte Grenzdrehmoment erreicht wird. Das Drehmoment fällt sofort ab. Nachdem die Überlast beseitigt ist, rasten die Sicherheitskupplungen automatisch alle 15 Grad wieder ein. Die EAS®-compact® Kupplungen sind sehr genau einstellbar und arbeiten mit hoher Wiederholgenauigkeit.

mayr® Antriebstechnik ist Weltmarktführer im Bereich der mechanischen Sicherheitskupplungen und hat das breiteste Produktportfolio. Und auch bei kundenspezifischen Anforderungen verfügt das Unternehmen über die Erfahrung, um maßgeschneiderte und wirtschaftliche Lösungen auszuarbeiten. mayr® Antriebstechnik hat umfangreiches Know-how in Entwicklung und Konstruktion und kann auf modernste und einzigartige Prüfmöglichkeiten zurückgreifen. Alle Produkte werden ausführlich getestet und exakt auf die geforderten Werte eingestellt, bevor sie das Werk verlassen.